Sie befinden sich hier:  Landkreis > Tourismus

Das findet man nur hier

Die Schlosskapelle mit ihrer barocken Empore und der Zuberbierorgel (1754) sowie der prächtige Spiegelsaal mit der klassizistischen Ausstattung im Schloss Köthen laden neben der Besichtigung zu Konzerten auch zu festlichen Veranstaltungen ein. Im Schloss bietet das Naumann-Museum die einzige noch erhaltene Biedermeier-Vogelsammlung. Die historische Homöopathische Klinik ist eine ebenso interessante Sehenswürdigkeit wie das Rathaus im Neorenaissance-Stil. In der St. Agnuskirche (1694–1698) sind ein Abendmahlgemälde aus der Werkstatt Lucas Cranach d. J. und das Gedenkbild der Kirchenstifterin und Fürstin Gisela Agnes zu besichtigen. Jeweils im Wechsel finden jährlich die Köthener Bachfesttage und der Nationale Bachwettbewerb für junge Pianisten sowie Konzerte zum Geburts- und Todestag des großen Musikers statt.

Einzigartig ist der Irrgarten in Altjeßnitz, eines der ältesten und größten noch erhaltenen Gartenlabyrinthe Deutschlands. Mitte des 18. Jahrhunderts im Zentrum einer größeren Parkanlage angelegt, gilt er heute als eindrucksvolles Denkmal barocker Gartenkunst. Besonders empfehlenswert ist auch ein Besuch der Barockkirche in der Gemeinde Burgkemnitz. Das hölzerne Tonnengewölbe ist reich mit Motiven der Himmelfahrt Christi bemalt und bietet für Konzerte eine stilvolle Atmosphäre.

Der Bitterfelder Bogen.

Die Region Bitterfeld besticht auch durch eine intakte Natur. Der Muldestausee, ein ehemaliger Tagebau, gehört heute zu den fischreichsten Gewässern Mitteldeutschlands. Hier ist der Elbebiber ebenso zu Hause wie zehntausende skandinavische Wild- und Graugänse, die hier im Winter ihr Quartier suchen.

Die Seenlandschaft der Goitzsche bei Bitterfeld entwickelt sich zum größten Freizeit- und Wassersportzentrum in den neuen Bundesländern. Eine Woche im Sommer sind die Halbinsel und der Goitzsche-See der Austragungsort für die Weltmeisterschaften im Motorbootrennen mit großer internationaler Beteiligung.

Lohnenswert ist ein Besuch der 1050 Jahre alten Stadt Zerbst. Hier befand sich einst die Residenz des Fürstenhauses von Anhalt-Zerbst. Von dem ehemals dreiflügligen Schloss steht heute nur noch der Ostflügel als Ruine. Dieser jüngste und von der Innenarchitektur wertvollste Teil wurde erst 1745 erbaut. Die über vier Kilometer lange mittelalterliche Stadtbefestigung ist wie durch ein Wunder noch fast vollständig erhalten. Roland und Butterjungfer stehen friedvoll beieinander auf dem Marktplatz, der Klosterkomplex „Francisceum“ aus dem Jahr 1235, mehr als 60 Kirchen im Zerbster Kirchenkreis, Fachwerkbauten, die barocke Stadthalle und andere Sehenswürdigkeiten lohnen, wie auch die drei großen und überregional bekannten Zerbster Stadtfeste, in jedem Fall einen Besuch. Der Spargelanbau hat in und um Zerbst eine mehr als hundertjährige Tradition. Jährlich wird hier die Spargelschäl-Weltmeisterschaft ausgetragen.

Stolz ist die Stadt Zerbst auf die Fürstentochter von Anhalt-Zerbst: Sophie Friederike Auguste. 1744 war sie nach Russland gerufen worden, heiratete den Thronfolger und bestieg selbst 1762 den Zarenthron. 34 Jahre lang regierte diese Zerbsterin, bekannter unter dem Namen „Katharina II.“, das große russische Reich.

... der Elbe-Biber inzwischen auch in der Mongolei heimisch wurde?

Im Biosphären-Reservat Elbe trifft man auf vielfältige Spuren des einst sehr selten gewordenen Nagetiers: Gefällte Bäume, angelegte Dämme, Burgen mitten im Wasser und mit ein bisschen Glück sieht man auch einmal einen Biber. Der unter Naturschutz stehende Nager wird durch sein Wirken zum Landschaftsgestalter. In den 70er Jahren wurden Elbe-Biber an die Peene umgesiedelt. Und in einem großen Projekt wurden einzelne Tiere in den 80 er Jahren auch in die Mongolei transportiert, wo sie inzwischen heimisch geworden sind.

?Meine Heimat hat sich zu neuer Blte entwickelt. Mit der entstandenen Kultur-Naturlandschaft vollzogen sich hier Vernderungen, die bemerkenswert sind und mich sehr berrascht haben.?
Klaus Staeck, Prsident der Berliner Akademie der Knste